„Der Ritt der Walküren” ist eines der berühmtesten und am häufigsten wiedererkannten Musikstücke der klassischen Musik überhaupt, komponiert von Richard Wagner.
Das Stück bildet den Beginn des dritten Aktes der Oper „Die Walküre”, der zweiten Oper aus Wagners monumentalem vierteiligen Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen” (Der Ring des Nibelungen). Die Walküre wurde 1870 in München uraufgeführt, während der gesamte Ring-Zyklus erstmals 1876 in Bayreuth vollständig aufgeführt wurde.
In der Oper reiten die Walküren – kriegerische, halbgöttliche Frauengestalten aus der nordischen Mythologie, Töchter des Gottes Wotan – auf ihren fliegenden Pferden durch die Lüfte, um gefallene Krieger vom Schlachtfeld nach Walhalla zu bringen. Musikalisch fängt das Stück diesen wilden, kraftvollen Ritt mit markanten Blechbläser-Motiven und einem mitreißenden, treibenden Rhythmus ein.
Das Stück ist ein Paradebeispiel für Wagners Konzept des Leitmotivs – wiederkehrende musikalische Themen, die bestimmte Figuren, Objekte oder Ideen im gesamten Ring-Zyklus repräsentieren. Es zählt zu den bekanntesten und am meisten zitierten Orchesterwerken der gesamten klassischen Musik.
Das Stück erlangte weit über die Opernwelt hinaus Berühmtheit, insbesondere durch seine ikonische Verwendung in Francis Ford Coppolas Film „Apocalypse Now” (1979), in der Szene des Hubschrauberangriffs – eine der bekanntesten Verbindungen von klassischer Musik und Film überhaupt. Es wurde seither unzählige Male in Filmen, Werbespots und der Popkultur zitiert oder parodiert.
Falls es Sie interessiert – Wagners Werk und seine Person sind auch aus historischen Gründen kontrovers, unter anderem wegen seines später von den Nationalsozialisten instrumentalisierten Antisemitismus und der Vereinnahmung seiner Musik durch das NS-Regime, was bis heute Diskussionen über die Rezeption seiner Werke prägt, insbesondere in Israel.