Die Hindenburg-Katastrophe bezeichnet den Brand und Absturz des deutschen Luftschiffs LZ 129 Hindenburg am 6. Mai 1937 bei der Landung in Lakehurst, New Jersey, USA.

Die Hindenburg war zu dieser Zeit das größte Luftfahrzeug der Welt und galt als Stolz der deutschen Zeppelin-Technologie. Sie hatte gerade eine transatlantische Reise von Frankfurt nach New Jersey absolviert. Beim Landeanflug fing das mit Wasserstoffgas gefüllte Luftschiff plötzlich Feuer und verbrannte innerhalb von nur etwa 30–34 Sekunden fast vollständig, während es zu Boden stürzte. Von den 97 Menschen an Bord kamen 35 ums Leben, sowie ein Mitglied der Bodencrew.

Die genaue Ursache des Feuers ist bis heute nicht mit absoluter Sicherheit geklärt, aber die vorherrschende wissenschaftliche Erklärung ist, dass eine elektrostatische Entladung (ein Funke) austretendes Wasserstoffgas entzündete. Auch die brennbare Beschichtung der Außenhülle des Luftschiffs habe möglicherweise zur schnellen Ausbreitung des Feuers beigetragen. Sabotage-Theorien wurden ebenfalls diskutiert, gelten aber unter Historikern als unwahrscheinlich.

Das Unglück wurde von mehreren Fotografen und einer Filmkamera dokumentiert, da Journalisten zur Landung angereist waren, um über die Ankunft zu berichten. Die dramatischen Bilder der in Flammen stehenden, zu Boden sinkenden Hindenburg gehören zu den bekanntesten Fotografien und Filmaufnahmen des 20. Jahrhunderts.

Ebenso berühmt wie die Bilder ist die Live-Radioreportage des Reporters Herbert Morrison, der die Katastrophe miterlebte und in emotionaler Erschütterung den inzwischen legendären Ausruf „Oh, the humanity!” (“Oh, die Menschlichkeit!”) tätigte. Diese Aufnahme zählt zu den bekanntesten Radioaufnahmen der Geschichte.

Die Katastrophe markierte praktisch das Ende der Ära der Passagier-Luftschiffe. Das Vertrauen der Öffentlichkeit in Zeppeline als sicheres Transportmittel war erschüttert, und wasserstoffgefüllte Luftschiffe wurden nie wieder in großem Stil für den kommerziellen Passagierverkehr eingesetzt.